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Mut zur Lücke Fallbeispiel 03 – Website kurz nach dem Start (Stand Dez 2016)

Mut zur Lücke Einführungsartikel

Das dritte Beispiel unserer Serie „Mut zur Lücke“ ist Sina Paries mit ihrem Podcast „Girl Meets Business“. Mut zur Lücke bedeutet hier, dass Frau gar nicht wartet, bis alles perfekt und klar ist, erst einmal spielerisch mit einem Podcast anfängt, und anderen Girls Mut macht, ihr zu folgen. Am 3. Oktober 2016 ging das erste Audio über den Sender.

Sina Paris von Girl Meets Business

Sina Paries

girlmeetsbusiness.de

Die Story hinter dieser Seite

Und manchmal mache ich verrückte Sachen

Was passiert, wenn eine junge Frau nach einer erfolgreichen Ausbildung und einem anschließenden Studium zur Medienkonzeptionerin ein erstes gut bezahltes Job-Angebot bekommt? Sina Paries sagt „Nein“ und beschließt, sich selbst weiterzubilden.

Sie besucht Konferenzen, schaut anderen über die Schulter, machte bei uns ein Home Office Praktikum und sprang von dort gleich anschließend in das Kontrastprogramm D-School Potsdam (Design Thinking und Kreativteams im Überfluss). Alles selbst organisiert (Airbnb macht es möglich), ihr Laptop immer dabei.

Aber nicht nur. Das Girl beschließt auch, früher oder später (eher früher) erfolgreich selbstständig zu sein. Sina Paries meint das ernst. Wir haben ihr Vision Board gesehen. Ihren Solopreneur Typen hat sie schon identifiziert (Expertin), ihr Thema hat sie ebenfalls gefunden (verraten wir noch nicht).

Podcast als Dokumentation der Reise zum eigenen Business

Ist diese Website ein Business?

Nein, zunächst verdient Sina mit dem Podcast kein Geld. Trotzdem spielt der Podcast eine wichtige Rolle auf dem Weg in das eigene smarte Business: Sina handelt, wird aktiv und hört auf zu warten. Und es gibt keinen Zweifen: Dass ihr Business so oder so kommt, berichtet sie in ihrem digitalen Tagebuch. Das ist Mut zur Vision (und deswegen unser Weihnachtsbeispiel).

Mut zur Lücke heißt in diesem Fall: Mut zur Aktion VOR der eigentlichen Aktion.

Die Mut zur Lücke Seite

Schauen wir uns einmal an, wie so eine Seite aussieht, die eigentlich noch nicht das Business ist und doch bereits auf dieses zielt. Streng genommen ist diese Seite ein schlanker Two-Pager:

  • Home = Seite 1 = About
  • Podcast = Seite 2 = Die Inhalte
  • Community = Link 3 = Verweis auf Facebook Gruppe

Der Punkt „Community“ scheint als Link unbedeutend, ist es aber nicht. Denn damit baut Sina Paries ihre eigene Testumgebung. Sie kann in kleiner Gruppe die Themen ausprobieren, die ihr wichtig sind und erhält direkt Feedback.

Die folgenden Screenshots geben den Stand von Dez 2016 wieder. Die aktuelle Seite ist hier.

Girl Meets Business Home

Drei Ziele verfolgt Sina mit ihrer Seite:

• Dokumentation ihrer Reise zu ihrer eigenen Vision
• Sich selbst ausprobieren und die technischen Skills schärfen
• Der Aufbau einer ersten Community

Der Girl Podcast

Eine Reihe von Solopreneur-Experten flankieren ihr Business mit einem Podcast. Aber dafür ist Ausdauer notwendig. Viele Podcasts kommen über Folge 7 nicht hinweg. Sina hatte das bereits nach 4 Wochen geschafft und steht nach 10 Wochen bei GMB-Folge 12. Das ist im Schnitt eine Folge pro Woche.

Girl Meets Business Podcast

Einige Fragen an Sina Paries

Was planst du an Marketing 2017?

Drei Dinge habe ich mir vorgenommen.

• Jede Woche eine neue Folge

Weiterhin jede Woche eine neue Podcast-Folge, um Girl Meets Business zu etablieren. Dabei werde ich in Zukunft mit Themenreihen arbeiten. Das hilft mir, dem Podcast mehr Struktur zu geben. Das erste Thema ist die „Home Office Challenge“. Mit den Themen fühle ich mich viel freier. Ich kann gezielter kreativ werden und es fällt mir leichter spezifische Themen für die einzelnen Folgen zu finden. Ich plane die komplette Challenge weitestgehend im voraus. So habe ich einen Content-Plan, an den ich mich halten kann.

Gerade jetzt am Anfang ist es wichtig, dass ich schnell Entscheidungen treffe und mich dann an diese halte, um voran zu kommen. Sonst bleibe ich in der Gedanken-Falle stecken und komme nicht ins Handeln.

Nebeneffekt: Ich kann die Interviewpartner gezielter und besser auswählen, da ich diese auf die Themen der Challenges abstimme.

• Konzentration auf Facebook

Ganz gemäß dem Motto „weniger ist mehr“ werde ich mich 2017 ganz auf Facebook konzentrieren (One-on-One). Ich habe gemerkt, dass es zu Beginn zu viel ist 2 Kanäle (Facebook & Instagram) zu bespielen. Deshalb konzentriere ich mich 2017 voll auf Facebook, um hier absoluter Profi zu werden. Ausbauen kann man immer noch 😉 Hier plane ich neben dem Ausbau der Communitiy einzelne Aktionen wie z.B. Gewinnspiele / Verlosungen / Kooperationen.

• Mich mit den Girls treffen

Neben diesen beiden digitalen Feldern, werde ich erste Offline-Community-Meetups anbieten. Vertrauen wird immer noch zwischen Menschen aufgebaut. Obwohl ich das Internet & Social Media liebe, entstehen die intensivsten Beziehungen immer noch live vor Ort. Außerdem bin ich selbst total gespannt, meine Hörerinnen persönlich kennen zu lernen 😉

Wo hattest du beim Start „Mut zur Lücke“?

Es fehlt auf der Seite die Newsletter-Anbindung. E-Mail-Marketing wird immer wichtiger. Dennoch habe ich mich zum Start gegen einen Newsletter entschieden, da ich mich hiermit technisch noch nicht auskannte. Ich wollte so schnell wie möglich starten und mir selbst möglichst viele Hürden nehmen. Die Lösung, um Kontakt mit meinen Hörerinnen aufzubauen war die Facebook-Gruppe. Die war nur einen Link weit entfernt …

Der Link zur Facebook Gruppe war auch schon auf der Website, bevor der Podcast online war. Es sind vorab insgesamt 9 junge Frauen in die Community gekommen, auch wenn noch überhaupt kein Content da war. Das hat mir gezeigt, dass das Thema relevant ist und ich weitermachen soll.

Außerdem habe ich noch keine Produkte. Mir ist es wichtig, erst meine Hörer kennenzulernen und Reichweite aufzubauen. Sobald ich Tragschicht-Produkte entwickeln möchte, kann ich dann auf eine Basis von Hörerinnen & somit auch auf direktes Feedback zugreifen.
An dieser Stelle wichtig: GirlMeetsBusiness ist nicht als mein Haupt-Business geplant. Somit steht der Verkauf von Produkten auch überhaupt nicht im Vordergrund!

Was war Dir beim Start wichtig?

Mir war wichtig, dass klar zu erkennen ist, was die Hörerinnen im Podcast erwartet. Deswegen ist Seite 1 eine About-Sektion. Kurz und knapp und dennoch wichtig, da auch ich immer wissen möchte, wer hinter einem Podcast steht.


Fazit

Wir mögen diese Website sehr. Es ist eine klare Seite, die viel Mut zur Lücke und zugleich eine große Vision hat. Und es zeigt: Sich bewegen ist der Anfang allen Marketings. Wir wünschen Sina mit ihrem Podcast einen smarten Erfolg und schließen mit ihren Worten:

Be happy. It drives people crazy.


Mut zur Lücke – Artikelserie

Mut zur Lücke – Einführungsartikel

Fallbeispiel 01 – Solopreneur Experte – Christoph Berger mit Applied Go

Fallbeispiel 02 – Solopreneur Verlag – Tanja Philippeit mit Starnberger Spiele

Fallbeispiel 03 – Solopreneur Podcasterin – Sina Paries mit Girl meets Business

Fallbeispiel 04 – Smarter Patentservice – Thomas und Ricardo mit EVOip

Fallbeispiel 05 – Solopreneur Meditationsplatz – Sabine Wagner mit Zenplaces