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Kann man jetzt schon sagen, was 2019 auf smarte Selbstständige zukommt?

Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Wir wagen es, fünf Trends zu skizzieren, die für uns im nächsten Jahr eine Rolle spielen.


Zunächst drei Trends zu smarten Geschäftskonzepten.


1 – Die Komponenten legen weiter zu

Dieser Trend ist stabil: Die smarten Tools und Komponenten wachsen weiter. Sowohl in Funktionalität wie in der Menge der Lösungen ist auch im neuen Jahr einiges zu erwarten. Gleich ob WordPress mit Gutenberg gerade den Sprung auf einen modernen Editor versucht oder wir das Gerücht gehört haben, dass Chimpify 2019 einiges Neues plant oder, oder … die Werkzeuge für smarte Geschäftskonzepte werden immer ausgefeilter.

Smart sein bedeutet 2019 für uns

Immer bessere Technik für sein smartes Business zu nutzen. Behalten Sie also die Augen auf, an welchen Stellen sich ein Tool so entwickelt, dass Sie es einsetzen wollen. Trennen Sie sich rechtzeitig von alter Technik. Halten Sie dabei die Anzahl der eingesetzten Komponenten überschaubar, damit Sie nicht in die Komplexitäts-Falle laufen. Im Bereich Social Media halten wir LinkedIn, YouTube und Instagram für die Gewinner der letzten Zeit.

 


2 – Die Expertenkonzepte werden wichtiger

Wir haben es in unserem Buch „Die Zeit der Smarten Experten“ beschrieben: Die Expertenkonzepte wachsen. Das bleibt auch 2019 so. Dass der Umbruch im Bereich der Wissensvermittlung weiter in Richtung digital läuft, sei nur an einem kleinen Beispiel gezeigt. 2018 kaufte die Verlagsgruppe Cornelsen (bisher vor allem Lehrmedien) den Anbieter eCademy. Ziel: Schaffung einer großen E-Learning-Plattform für die betriebliche Weiterbildung. Auch an anderen Stellen werden die E-Learning-Kapazitäten aufgestockt. Die Verlage wachen also langsam auf, das beflügelt den Markt insgesamt. Gehen Sie davon aus, dass der Trend zum digitalen Content anhält.

Smart sein bedeutet 2019 für uns

Die Verlage nicht zu unterschätzen, gleichzeitig aber selbst smart auf eigenen digitalen Content zu setzen. Je mehr Menschen an digitales Wissen herangeführt werden, um so häufiger wird im Netz für guten Content bezahlt. Und das könnte Ihr Content sein. Also Daumen hoch und darüber nachdenken, wie Sie weiter eigenes Wissen digital vermitteln. Wenn wir zur Zeit zwischen einem E-Book und einem Onlinekurs wählen müssten, würden wir vermutlich den Onlinekurs nehmen. Gerade klassische Berater können Ihr Wissen oft gut  parallel in einer eigenen Online-Akademie anbieten. Auf dem Weg zur Smartisierung und zur Terminreduzierung kein schlechter Gedanke.

 


3 – Die eigene Marke / Persönlichkeit bleibt Schlüsselfaktor

Auch 2019 wird ein Jahr, in dem auf einem Online-Markt der vielen halbdurchdachten bis halbseidenen Angebote diejenigen die Nase vorne haben, die eine hohe Klarheit und Seriosität ausstrahlen. Eine positive Eindeutigkeit. Nach wie vor sieht man im Internet zwei Erfolgsformeln: Schnäppchen oder Qualität (also der alte Kampf zwischen Giermarketing und Vertrauensmarketing). Wer nicht auf Lockangebote setzen will, bleibt auch 2019 bei dem von uns vertretenem Kurs: Gute Qualität, in einer guten Marke gebündelt, eindeutig kommuniziert.

Smart sein bedeutet 2019 für uns

Auf einem eindeutigen Kurs zu bleiben und auf Qualität zu setzen (= Markenstabilität). Lassen Sie sich nicht versuchen, irgendwo eine schnelle Abkürzung zu nehmen, sondern launchen Sie in Ruhe ein gutes Angebot nach dem anderen. So gut wie alle smarten Konzepte wachsen durch AUSDAUER und beharrliche Qualität. Dass die eigene Reputation immer mehr zählt, bleibt für uns ein anhaltender Trend. Aus diesem Grunde lohnt sich über den Jahreswechsel eine ruhige Stunde mit der Frage: Was ist der Kern meiner Qualität? Warum vertrauen Menschen mir zu Recht? Was kann ich tun, um diesen Aspekt meines Angebotes noch stärker herauszuarbeiten?

 


Dann noch zwei generelle Trends.


4 – Die Finanzlage bleibt ein Sorgenfeld

Nicht erst der Börsenabschwung am Ende dieses Jahres zeigt, dass in puncto Finanzlage weiterhin Vorsicht angesagt ist. Die Finanzkrise ist in unseren Augen nicht vorbei. Wir machen das daran fest, dass sich die Überschuldung vieler EU-Staatshaushalte nicht wirklich bessert. Anders gesprochen: viele europäische Länder leben nach wie vor über ihre Verhältnisse. Wir haben keine Glaskugel, würden 2019 aber keine Entwarnung geben. Daher: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Smart sein bedeutet 2019 für uns

Die eigene Liquidität hoch und das eigene Vermögen zusammenzuhalten. Wir raten dazu, die smarte Selbstständigkeit so aufzustellen, dass Sie im Falle eines Falles einen Einbruch abwettern können. Wie bleiben Sie im Ernstfall liquide? Auf diesem Hintergrund wären wir vorsichtig, 2019 neue Kredite aufzunehmen (auch wenn die Zinsen weiterhin fast bei 0 stehen). Gehen Sie selbst NICHT in die Überschuldung, sondern halten Sie den Free Cash Flow hoch. Zwei Maßnahmen halten wir für angesagt: Systematisch eigene Rücklagen bilden und die Einkommensströme diversifizieren. Ein solides, flexibles smartes Geschäftskonzept (das nicht nur von einem einzigen Produkt lebt) ist nach wie vor die beste Absicherung, um in einer allgemeinen Krise selbst am Steuer der Ereignisse zu bleiben. Faustformel: Schulden gering, Cash Flow und Rücklagen hoch, Vermögen gestreut, Einnahmen flexibel und smart aufstellen.

 


5 – Die eigene Gedankenhygiene wird wichtiger

2017 und 2018 waren zwei Jahre, in denen im erschreckenden Ausmaß Gedankenmüll auf die Straße geworfen wurde. Russland, Amerika, England: wir stehen gefühlt in einem Allzeit-Tief in puncto politischer Kultur. Auch in Deutschland nimmt die Hitze in den Debatten, wie die Probleme unserer Zeit gelöst werden sollen, zu.

Das raubt Gedanken-Energie.

Smart sein bedeutet 2019 für uns

Sich regelmäßig für Gedankenhygiene Zeit zu nehmen und im eigenen Mindset smart bleiben. Wir rechnen auch 2019 mit viel externem Gedankenmüll. Seinen eigenen Kreativen Raum zu schützen und die Gedanken klar zu halten, ist daher kein Luxus. Nehmen Sie sich immer wieder bewusst Zeit, strategisch zu reflektieren und lassen Sie sich nicht vom Müll anderer anstecken. Smart ist für uns nicht nur ein Business-Konzept. Es ist eine Lebensart, bei der die eigene Selbstständigkeit gestärkt wird. Selbstständigkeit beginnt im Kopf. Gerade Weihnachten ist eine solche Zeit, Energiepuffer aufzubauen. Überlegen Sie einmal, wie Sie 2019 das Element der eigenen Reflektion und Mindset-Stärkung ausbauen können. Zum Beispiel mit einem kleinen Ritual: Kein Einstieg in operative Arbeit, ohne vorher kurz innegehalten zu haben – und dann erst mit erhöhtem Fokus an die Arbeit zu gehen.

 


2019 wird ein smartes Jahr

Wir freuen uns auf das nächste Jahr (auch wenn wir gesamtgesellschaftlich eher eine Gemischtwetterlage haben). Die Ampeln stehen für smart weiterhin (und auf lange Sichte) auf grün. Trauen Sie sich zu, Ihr eigenes Geschäftskonzept kompakt und flexibel nach vorne zu bringen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen: Ein smartes neues Jahr und genug Umsicht und Vorfreude, dass Ihre smarte Selbstständigkeit 2019 weiter aufblüht und Sie Ihre Freiheiten erweitern. Wir werden den Jahrsübergang nutzen, um Gedankenhygiene zu betreiben (schönes neues Wort für Abhängen ;-), aber auch das eine oder andere smarte neue Angebot vorzudenken.


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