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Mut zur Lücke Fallbeispiel 01 – Eine Website kurz nach dem Start (Stand Nov 2016)

Mut zur Lücke Einführungsartikel

Das erste Beispiel unserer Serie „Mut zur Lücke“ ist Christoph Berger mit seinem Solopreneur Tech Blog „Applied Go“. Sein Blog zeigt, wie Sie durch guten Content belegen, dass Sie Experte in einem Thema sind. Eine simple, aber sehr sinnvolle Marketingstrategie.

solopreneur-blog-applied-go

appliedgo.net

  • Sein Blog heißt „Applied Go“ (angewandte Go Programmierung)
  • Stilecht empfängt das Go Maskottchen Gopher (Goler kennen das)
  • Der Schraubschlüssel sagt allen: Dies ist ein Tech Blog

Lassen Sie sich von Konkurrenz nicht verunsichern

Christoph Berger war in unserer Intensivgruppe im Herbst 2015. Er fragte sich, ob er in seinem Herzensthema „Programmierung“ überhaupt einen Stich machen kann. Es gibt viele Angebote zur Programmierung wie Codecademy. Dass andere schon etwas in Ihrem Bereich tun, ist NIE ein Grund, nicht tätig zu werden.

Wir fragten: „In welchem Thema kannst Du über lange Zeit eine gute Qualität bringen?“ Seine Antwort war: „Go“.

Nischenthema mit hohem Funfaktor

Go ist eine Open Source Programmiersprache, die von Google-Mitarbeitern entwickelt wurde, denen die „alten Programmiersprachen“ zu kompliziert waren. Es ist eine junge und noch nicht so bekannte Sprache. Eine, die viel Spaß macht. Ein gutes Thema, weil noch nicht so viele hier unterwegs sind. Also war die Folgefrage an Christoph: „Kannst Du Dich als Go-Experte etablieren?“ Genau daran arbeitet er seit einigen Monaten systematisch.

Warum bin ich der Experte?

Experten haben eine Geschichte. Es muss klar werden, wer Sie sind und warum Sie in Ihrem Gebiet was tun. Christoph Berger macht das hier sehr gut

Klare Zielgruppe

Christopher bloggt für eine sehr genau begrenzte Gruppe: Go Programmierer, die erste Tutorials hinter sich haben und jetzt wirklich mit der Sprache arbeiten wollen. Damit betritt Christoph quasi eine Doppelnische: Go ist eine Nischensprache in der Programmierung und die fortgeschrittenen Programmierer sind noch einmal eine Sondergruppe.

• Christoph geht gleich international
• Sprache: Englisch
• Sonst wäre seine Nische zu klein
• Deutsche Go-Programmierer wäre zu spitz

Der Blog im Ersteindruck

Auf den ersten Blick kommt der Block sehr nüchtern und aufgeräumt daher. Wer aber tiefer einsteigt, findet ausgeklügelte Tags bis hin zu Ressourcen, die auf GitHub hinterlegt sind.

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• Es ist ein puristischer Techblog
• Bewusst nicht WordPress (das ist Techistolz)
• Er lebt im besten Sinne von gutem Content
• Christoph arbeitet hart daran, die Dinge lernfreundlich zu bekommen
• Seine Posts können als Feed bezogen werden

Derzeitige Marketing-Strategie von Christoph Berger

Christoph setzt zum Start auf reines Content Marketing rund um seinen Blog. Seine Strategie: „Reichweite schaffen durch guten Inhalt“. Daher investiert er in gute Artikel.

Schön sind kleine Animationen:

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Oder gut gemachte Erklär-Videos (mit parallelem Transkript):

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Arbeit in Foren und auf anderen Blogs

Jeder neue Artikel wird auf Twitter und auf Reddit in der Go-Gruppe „/r/golang“ gepostet. Christoph Berger beteiligt sich auch in /r/golang sowie in forums.golangbridge.org an den Diskussionen und beantwortet Fragen von Go-Neulingen. Diese grundlegende Contentarbeit will Christoph Berger in Zukunft ausweiten: Gast-Blogartikel, zum Beispiel im Dezember bei gopheracademy.com. Artikel auf Medium.com (Go-Artikel auf Medium werden gerne in Go-Newslettern und über /r/golang weitergereicht).

Newsletter

Neben dem Content-Marketing soll in Kürze endlich mit einem Newsletter begonnen werden. Der Einbau eines Newsletter-Optins soll noch diesen Monat kommen. Mut zur Lücke bedeutet hier: die Entscheidung für das richtige System war bis zur Stunde noch nicht gefallen.


Fazit

Der Blog von Christoph Berger zeigt, was „Mut zur Lücke“ beim Start bedeutet. Er konzentriert sich auf die Dinge, die wesentlich sind und geht noch nicht zu sehr in die Breite. So startete er aus Zeitgründen noch keine Screencasts auf YouTube. Auch bei der SEO-Optimierung füllt er zwar grundlegende Metatags aus, lässt eine spezielle Optimierung aber noch hinten anstehen. Das gibt ihm die Zeit für seine Hauptarbeit im Hintergrund: Die Erstellung seines ersten Videokurses, über den er die Bereitschaft testen will, wer für Go-Kurse bezahlt.

„applied go“ ist ein schöner Techblog, von dem wir glauben, dass er sich seinen Platz im Go-Universum erarbeiten wird. Wer programmierlustige Menschen kennt: weiterempfehlen.

Wer mit Christoph zusammarbeiten möchte: Hier ist der Kontakt


Mut zur Lücke – Artikelserie

Mut zur Lücke – Einführungsartikel

Fallbeispiel 01 – Solopreneur Experte – Christoph Berger mit Applied Go

Fallbeispiel 02 – Solopreneur Verlag – Tanja Philippeit mit Starnberger Spiele

Fallbeispiel 03 – Solopreneur Podcasterin – Sina Paris mit Girl Meets Business

Fallbeispiel 04 – Smarter Patentservice – Thomas und Ricardo mit EVOip